Zero Waste Kosmetik: Wie gut ist es für Umwelt, Haut und Haar?

Festes Shampoo, Deo-Puder, Feste Cremes, Parfümsticks, Deo-Creme.

 

Feste Kosmetik gab es schon vor über 1.000 Jahren. Doch erst 1998 meldete die britische Kosmetik-Kette Lush, das Patent für ihr erstes festes Shampoo an.

Mittlerweile gibt es nicht nur feste Shampoos und Haarseifen, sondern auch feste Conditioner, Deos, Duschgele, Gesichtsreiniger, Hand- und Fußlotionen, Körperbutter, Parfüms, Rasierschaum und mehr. Wer will, kann natürlich auch Badebomben und Zahnputztabletten zur Zero-Waste-Kosmetik rechnen.

Ist Zero-Waste-Kosmetik gut für meine Haut?

Feste Kosmetik bringt jede Menge Vorteile: Die Stücke enthalten wenig oder gar keine Konservierungsmittel. Auch finden sich darin in der Regel keine aggressiven Tenside oder Silikone.

Feste Kosmetik ist wirkungsvoller: In fester Kosmetik liegen die Inhaltsstoffe konzentrierter vor. Da die waschaktiven Substanzen in fester Kosmetik weniger verdünnt sind als in flüssigen.

Für Menschen mit trockener Haut ist es ratsam, die Stücke zuerst in der Hand aufzuschäumen und nicht direkt auf den Körper zu reiben.

Ist feste Kosmetik gut für mich?

Grundsätzlich stehen für die Herstellung fester Produkte weniger Inhaltsstoffe zur Verfügung: Nicht alle Tenside gibt es in Pulverform, und auch flüssige Pflegesubstanzen wie Öle oder Glycerin lassen sich nur begrenzt einarbeiten.

Was hat die Umwelt von fester Kosmetik?

Über Zero-Waste-Kosmetik freut sich auch unsere Erde. Wir verbrauchen weniger Ressourcen und verursachen weniger Plastikmüll

Ein Rechenbeispiel: Ein 100-Gramm-Stück festes Shampoo kommt mit einer einfachen Papierverpackung aus und ersetzt etwa drei Plastikflaschen Shampoo oder Duschgel à 250 ml. Damit spart es über 80 Prozent an Gewicht beim Transport in die Läden, außerdem rund 3,3 Erdöl, die es laut Bund für Umwelt- und Naturschutz für die Produktion von drei Polyethylen-Shampooflaschen bräuchte.

Und das Beste: Am Ende fehlen die Flaschen auf dem Abfallberg der globalen Kosmetik-Industrie, der jährlich um rund 142 Mrd. Verpackungen aus Plastik wächst.

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