Erschreckender Bericht: Wegen Plastik und Müll sterben jedes Jahr eine Million Menschen.

Erschreckender Bericht: Wegen Plastik und Müll sterben jedes Jahr eine Million Menschen.

Wenn Müll nicht richtig entsorgt und verwertet wird, können sich Krankheiten verbreiten. Einem Bericht zufolge sterben in Ländern des globalen Südens jährlich bis zu eine Millionen Menschen an den Folgen. Unser Plastikmüll ist mit verantwortlich.

Bei uns kommt die Müllabfuhr und holt den Abfall wöchentlich ab – viele Länder im Süden hingegen haben kein funktionierendes Abfallsystem. Dort wird Müll zur tödlichen Gefahr: Laut einem Bericht der Hilfsorganisation Tearful sterben weltweit jedes Jahr zwischen 500.000 und einer Million Menschen, weil der Abfall einfach liegen bleibt.

Durch herumliegenden Müll steigt das Risiko, sich mit Durchfall oder anderen Krankheiten anzustecken. Wenn die Erkrankungen nicht angemessen behandelt werden, können sie tödlich enden. Ein besonderes Problem ist dabei Plastikmüll, weil sich Kunststoff, wenn überhaupt, nur langsam zersetzt. Wird er nicht verwertet oder entsorgt, kann er sich jahrzehntelang in den Straßen und der Umwelt verteilen.

Was das Ganze verschlimmert: Viele Länder im Süden müssen nicht nur mit ihrem selbst produzierten Plastikmüll zurechtkommen, sondern auch mit dem von Industrieländern. Deutschland beispielsweise schickt jedes Jahr gut eine Millionen Tonnen Plastikmüll in andere Länder, aktuell vor allem nach Südostasien oder Indien. Neben den USA, Japan und Großbritannien zählt Deutschland zu den größten Exporteuren von Plastikmüll weltweit.

Bei Plastik besteht ein ähnliches Ungleichgewicht, wie wir es schon vom Klimawandel kennen: Es sind vor allem Großkonzerne in industriellen Ländern, die Plastik produzieren und in der Welt verbreiten. Mit den Konsequenzen müssen die Menschen in ärmeren Ländern leben.

Quelle:
https://learn.tearfund.org/-/media/learn/resources/reports/2019-tearfund-consortium-no-time-to-waste-en.pdf

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